CO2 Insufflation

Eine gefürchtete Komplikation der offenen Herzchirurgie mit der Herz- Lungen- Maschine ist die Luftembolie. Die Ursachen einer Luftembolie sind vielfältig und, je nach Lokalisation und Zeitpunkt, mit einer hohen Mortalität behaftet. Unter der Vorstellung, die Gefahr einer Luftembolie weiter zu reduzieren, wird das Operationsgebiet mit CO2 von 2-4 l/min geflutet. Da CO2 schwerer ist als Luft, kommt es zur Verdrängung derselben. Aber ein Übertritt des insufflierten Gases in akzidentell perforierte Blutgefässe ist prinzipiell jederzeit möglich! Gegenüber atmosphärischer Luft hat CO2 jedoch die physikochemischen Vorteile einer höheren Löslichkeit und schnelleren Resorption. Diese besondere Eigenschaft erklärt, warum sehr selten während eines Eingriffs Symptome einer Gasembolie auftreten.