EKZ-Varianten

Man unterscheidet verschiedene Kreislaufvarianten. Je nachdem was die Zielsetzung der extrakorporalen Zirkulation ist, muss unterschiedlich kanüliert werden und dementsprechend müssen auch unterschiedliche Parameter überwacht werden.

Man spricht zum Beispiel von "partiellem Kreislauf", wenn im rechten Vorhof nur ein Teil des venös zurückströmenden Blutes durch die HLM geleitet wird und der andere Teil weiterhin bereits wieder durch den Lungenkreislauf zum linken Herzen fliesst. Das kann zum Beispiel in der Reperfusionsphase sein, wenn man das Herz schrittweise wieder belasten möchte.

Andere spezielle Kreislaufvarianten sind, wenn man zum Beispiel nur das rechte oder nur das linke Herz unterstützen möchte. Bei einem reinen Rechtsherzbypass kann man zum Beispiel auf einen Oxygenator verzichten.

Bei speziellen Eingriffen hat man eventuell zwei getrennte Kreisläufe zu versorgen, dann nämlich, wenn die Aorta deszendes ersetzt werden muss. Durch die Abklemmung des zu ersetzenden Aortenteiles entstehen zwei gesonderte Kreisläufe. Oft wird das Problem mit einem sogenannten Linksherzbypass gelöst. Dann wird im linken Vorhof nur ein Teil des Blutes durch die HLM abgeleitet um die untere Körperhälfte zu versorgen. Die verbleibende Blutmenge wird von der intakten Herzfunktion zur Versorgung des Kreislaufes oberhalb der Aortenabklemmung verwendet.