Lungenembolie

Eine fulminante Lungenembolie geht mit einer Letalität von > 30% einher. Ursache sind in 90% der Fälle verschleppte Thromben aus dem venösen Gefässsystem (selten Fett oder Knochenpartikel, Tumorzellen etc.). Hauptursache: Virchow - Trias: Gefässwandläsion, Störung der Hämodynamik mit Stase und Hy­perkoagubilität

Indikation zur chirurgischen Embolektomie

  • Massive rechtsventrikuläre Dysfunktion mit absoluter KI zur thrombolytischer Therapie
  • Hämodynamische Instabilität trotz thrombolytischer Therapie
  • Bei intrakardialen flottierenden Thromben und/oder Nachweis eines PFO (per­sistierendes Foramen ovale)

Die akute partielle bis totale Verlegung der arteriellen Lungenstrombahn bewirkt je nach Grad der Obstruktion eine Störung des Gasaustausches, aber vor allem eine erhöhte Rechtsherzbelastung. Diese gilt als entscheidender Faktor für die Kurz­zeitprognose der zentralen LE. Diese notfallmässige Operation zwingt den Kardiotechniker unter Umständen zu ab­gekürzten Vorbereitungen der Infrastruktur. Absolute Priorität hat eine funktionstüchtige HLM, (notfalls nur die arterio-venöse Blutpumpe) die die verminderte oder gänzlich fehlende Sauerstoffversorgung des Blutes übernehmen kann. Der Eingriff kann in Normothermie durchgeführt werden. Embolektomie kann am leer schlagenden, im Flimmern oder in Kardioplegie vorge­nommen werden. Cave: Hoher Noradrenalin Bedarf ! Prostaglandinfreisetzung und Vasoplegie bis hin zur anaphylaktoiden Reaktion. Die pulmonal-arterielle Thrombektomie wird in der Regel am flimmernden Herzen durchgeführt. Der thrombo-embolische Inhalt der Pulmonalarterie soll nicht in die HLM abgesaugt werden.