Perfusion bei Kindern

Die extrakorporelle Kreislauftechnik bei Kinderherzoperationen stellt an den Kardiotechniker höchste Anforderungen und setzt die theoretischen und praktischen Erfahrungen der allgemeinen extrakorporellen Kreislauftechnik zwingend voraus.^Kinder benötigen eine höhere Blutflussmenge, da sie eine höhere Stoffwechselrate und dementsprechend einen höheren metabolischen Bedarf als Erwachsene haben. Um einen homogene Durchmischung des Patientenblutes mit dem Primingvolumen zu gewährleisten, soll die Blutflussmenge möglichst langsam auf ihren Maximalfluss gesteigert werden. Eine zu schnelle Steigerung des Blutflusses verursacht einen abrupten Viskositätsabfall mit zum Teil dramatischen Blutdruckverhältnissen. Die Blutflussrate wird dem Hypothermiegrad entsprechend abgesenkt. Das Erwachsenen-Berechnungsschema, zur Absenkung der Blutflussraten in Hypothermie, gilt auch für die extrakorporelle Kreislauftechnik bei Kinderherzperfusionen. Die grösste Gefahr in Bezug auf die Blutflusssteuerung ist die Überfüllung des Patientenkreislaufes. Ein überfüllter Patientenkreislauf fördert die Ödembildung, kann das Herz überdehnen und damit irreversible Reizleitungsstörungen verursachen