Terre des Hommes

Seit über 50 Jahren organisiert Terre des hommes - Kinderhilfe (Tdh) in europäischen Spitälern Operationen für herzkranke Kinder aus Afrika und Nahost. In den Herkunftsländern können die Kinder oft nicht behandelt werden, weil hochspezialisierte Infrastruktur und ausgebildetes Personal fehlen. Mit dem Universitätsspital Bern hat Terre des hommes - das grösste Schweizer Kinderhilfswerk mit Projekten in mehr als 30 Ländern - erstmals einen Spitalpartner in der Deutschschweiz für das Hilfsprojekt gewonnen. Koordiniert wird die Behandlung vom Zentrum für angeborene Herzfeher am Inselspital, operiert werden die Tdh-Kinder von der Universitätsklinik für Herz- und Gefässchirurgie, intensivmedizinisch und pflegerisch betreut werden sie in der Universitätsklinik für Kinderheilkunde. Vor und nach dem Spitalaufenthalt werden die Kinder im Tdh-Kinderheim "La Maison de Massongex" im Unterwallis umsorgt.

Kinder leiden unter angeborenen Herzfehlern oft schwer. Für die Eltern bedeutet dies eine psychische und emotionelle Belastung. Fast jedes hundertste Neugeborene ist davon betroffen. Noch vor 20 Jahren galten viele dieser Kinder als inoperabel. Heute erhalten die kleinen Patienten dank der Fortschritte der modernen Kinderkardiologie und Kinderherzchirurgie jedoch oft eine Überlebenschance und können sich zumeist von Anfang an ganz normal entwickeln. Das Inselspital will helfen, bedürftigen herzkranken Kindern ein Überleben zu sichern. Als "bedürftig" eingestuft wird ein herzkrankes Kind, weil es in seinem Heimatland nicht hätte versorgt werden können. Die Ärzte in diesen Ländern können Herzfehler oftmals diagnostizieren, aber ihnen fehlen das Wissen und die technischen Voraussetzungen, um den Herzfehler zu operieren. Gibt es in diesen Ländern herzchirurgische Zentren, so sind diese meist nur auf Patienten mit einem Körpergewicht von über 25 kg ausgerichtet. Auch das zweite Auswahlkriterium - der bestehende Herzfehler muss sich durch eine einzige Operation beheben lassen - erfüllen viele Kinder, die auf eine Operation warten. Ohne den Eingriff würden die Kleinen oft nur wenige Monate oder Jahre überleben, erhalten Sie eine Operation, haben sie oft eine annähernd normale Lebenserwartung. Die Familie der Kinder haben bei Weitem nicht die Mittel, die Behandlungskosten zu bezahlen. Dies wird durch Terre des Hommes vorab geklärt.