Zentrum für angeborene Herzfehler

Angeborene Herzfehler sind in den Industrieländern die häufigsten Geburtsdefekte. Bei rund 5-10 von 1000 Neugeborenen hat sich während der Entwicklung des Herzens ein Fehler eingeschlichen, der sich zu einem Herzklappenproblem, Loch im Herzen, Gefässmissbildung oder Kombination von alledem ausgebildet hat. Einige dieser Herzfehler „wachsen“ aus, wieder andere benötigen im Kindes- oder Jugendalter einen Eingriff. Nur ganz wenige schwere Herzfehler lassen sich auch heute noch nicht medizinisch behandeln. Allen medizinischen Fortschritten zum Trotz lassen sich aber auch heute erst wenige Herzfehler durch Chirurgie oder andere Interventionen „heilen“. Unter heilen verstehen wir, dass ein Eingriff den Herzfehler behebt und man sich für das weitere Leben diesbezüglich keine Gedanken mehr machen muss. So schonend heute auch operiert wird, bleiben Narben am Herzen zurück, ab und zu kommt Fremdmaterial zum Einsatz - das sich abnützt - oder der Herzfehler kann nur teilweise behoben werden. So können sich bei einigen Betroffenen nach 5, 10, 20, 30 Jahren oder noch später die Folgen des Herzfehlers wieder bemerkbar machen und erneute Eingriffe nötig werden. Die meisten Herzfehler begleiten einem somit ein Leben lang und benötigen dementsprechend eine lebenslange medizinische Begleitung.

Das Departement Herz und Gefässe des Berner Inselspitals umfasst die grössten Schweizer Zentren für Herz- und Kreislaufprobleme. Um Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit angeborenem Herzfehler bestmöglich betreuen zu können, haben wir ein eigenes Zentrum auf dem Klinikgelände gebildet, das Fachspezialisten aus den Bereichen der Kinderkardiologie, Erwachsenen-Kardiologie und Herzchirurgie zusammenfasst und so eine Betreuung aus einer Hand gewährleistet. Wir haben damit Schweizer Neuland betreten. Als Einheit können wir die nötige lebenslange medizinische Begleitung am besten gewährleisten.

Weitere Informationen bietet Ihnen die Homepage des Zentrums für angeborene Herzfehler: Bitte klicken Sie hier.