Workshop "Kunstherzen - Leben ohne Puls“

Zweiter Workshop für Hausärzte, Notärzte, Rettungssanitäter, Feuerwehr am 10.11.2016.

Ein Kabel aus dem Bauch, kein Puls, kann eine Herzdruckmassage zu einem Erfolg führen? So stellen sich Kunstherzpatienten beim Notfall dem medizinischen Ersthelfer dar. Bei Patienten mit Herzunterstützungssystemen ist eine schnelle Einschätzung von Notfallsituationen und die richtige Reaktion darauf von höchster Wichtigkeit. Wie geht man in der Notfallversorgung mit dieser speziellen Patientengruppe um? In Bern und Umgebung leben aktuell knapp 30 Patienten im häuslichen Bereich mit unterschiedlichen mechanischen Herzunterstützungssystemen. Die Mehrzahl der Patienten warten auf eine Herztransplantation, doch Spenderorgane sind nur in sehr limitierter Anzahl verfügbar. Jährlich werden in den Transplantationszentren deutlich mehr sogenannte "Kunstherzen" implantiert als im gleichen Zeitraum Herzen transplantiert werden. Die Zahl der Patienten auf der "Warte-Liste" zur Herztransplantation nimmt stetig zu und ebenso die Zeitspanne, in dem das Kunstherz getragen wird. Seit dem 1. Januar 2014 besteht nun auch als offiziell anerkannt die Möglichkeit, ein Herzunterstützungssystem anstelle einer Herztransplantation dauerhaft und als definitive Therapie einzusetzen (sog. "Destination Therapie"), womit die Zahl dieser Patienten zusätzlich ansteigt. Die Möglichkeit, dass Hausärzte, Notärzte, Rettungssanitäter und Feuerwehr mit einem Kunstherzträger im Notfalleinsatz konfrontiert werden, erhöht sich mit der wachsenden Zahl dieser Patienten. Deshalb ist dieser Workshop speziell für diese Berufsgruppen vorgesehen.

Kontakt: Beate Hugi-Mayr, Kardiotechnik / VAD-Koordinatorin Universitätsklinik für Herz- und Gefäßchirurgie, Inselspital E-Mail: beate.hugi-mayr@insel.ch Ort: Inselspital, Pathologisches Institut Hörsaal 7, Auditorium, Langhaus, Eingang 43A

Programmflyer