Infoveranstaltung für Laien: Die Hauptschlagader im Zenrtum

Aus der beliebten Veranstaltungsreihe: Gesundheitsforum – die Wissensplattform der Insel Gruppe AG. Lernen Sie beim Gesundheitsforum am 16.10.2018 im Inselspital Risiken und Behandlungsmöglichkeiten für das Hauptschlagader-Aneurysma kennen. Die Hauptschlagader ist das grösste arterielle Blutgefäss des menschlichen Körpers und entspringt - getrennt durch die ventilartige Aortenklappe - aus der linken Herzkammer. Eine krankhafte Ausweitung der Aorta wird als Aortenaneurysma bezeichnet. Reisst dieses, tritt in der Regel eine innerliche Blutung auf.

 Es referieren Spezialisten der Universitätsklinik für Herz- und Gefässchirurgie 

  • Prof. Dr. med. Dr. h. c. Thierry Carrel, Direktor und Chefarzt: Warum ein Aortenzentrum?
  • Prof. Dr. med. Jürg Schmidli, Stv. Direktor und Chefarzt Gefässchirurgie: Offene Chirurgie der Hauptschlagader
  • PD Dr. med. Florian Schönhoff, Leitender Arzt: Angeborene Aortenerkrankungen
  • Dr. med. Vladimir Makaloski, Spitalfacharzt: Katheter-technische Behandlung der Aorta mit endovaskulären Prothesen


An den vier Lerninseln im Foyer treffen Sie auf die Spezialisten:

Wird eine Ausbuchtung der Hauptschlagader frühzeitig erkannt, lässt sie sich beseitigen. Dabei erfordern die chirurgischen und katheter-technischen Therapien ein hohes Mass an Expertenwissen und spezialisiertes ärztliches Können. Die ärztliche Betreuung der Betroffenen sollte in einem multidisziplinären Spezialzentrum durchgeführt werden. Neben spezialisierten Herz- und Gefässchirurgen sind u.a. Kardiologen, Anästhesisten, Intensivmediziner, Radiologen, Rheumatologen, Genetiker und Pathologen erforderlich.

Kontakt vor Ort: Prof. Dr. med. Dr. h.c. Thierry Carrel


Zum Einsatz kommen klassische chirurgische Operationstechniken und katheter-technische Verfahren (sog. endovaskuläre Interventionen). Ärzte können alle Operationsschritte am lebensechten Modell trainieren. Unter dem Aspekt maximaler Patientensicherheit erlaubt dieses Training eine ideale Vorbereitung auf die offene oder endovaskuläre Chirurgie am Patienten.

Kontakt vor Ort: Prof. Dr. med. Jürg Schmidli


Eine Aussackung der Aorta kann im Laufe des Lebens plötzlich zu einem inneren Einriss (Dissektion) oder zum Durchriss (Ruptur) der Aorta führen. Aneurysmen der Aorta können auf den Brust- oder Bauchraum beschränkt sein aber auch abgehende Arterien involvieren. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Aneurysma platzt, erhöht sich mit der Grösse der Aussackung. Bluthochdruck, chronische Lungenerkrankungen, Rauchen oder eine familiäre Veranlagung erhöhen das Risiko.

Kontakt vor Ort: Dr. med. Kerstin Wustmann


Viele Patienten, bei denen die Hauptschlagader in Form von Erweiterungen oder Einrissen betroffen ist, leiden unter einem Marfan- oder einem Loeys-Dietz-Syndrom. Diese Erkrankungen des Bindegewebes können unbehandelt am ganzen Körper schwere Schäden hervorrufen. Betroffen sind häufig Herz, Blutgefässe, Knochen, Gelenke, Augen und Lunge. Lange, schmale Finger und überstreckbare Gelenke gehören zu den möglichen erkennbaren Anzeichen eines Marfan-Syndroms.

Kontakt vor Ort: Bruno Seewer und Florian Sievi, Marfan Stiftung Schweiz

Veranstaltungsort: Kinderkliniken, Auditorium Ettore Rossi, Freiburgstr. 15, 3010 Bern

Referate im Hörsaal: 18.00 bis 19.15 Uhr

Lerninseln im Foyer: 19.20 bis 20.30 Uhr

Hintergrundinfo: SRF-Beitrag «Zeitbombe im Bauch»